Sachverhalt Ein Theaterproduzent, der grosse Schulden hatte, wurde im Dezember 1995 vom «Tages-Anzeiger» mit Rechercheergebnissen zu seiner finanziellen Lage konfrontiert. Der Produzent bat, nichts zu publizieren, willigte aber schliesslich in ein Interview ein. Er erschien jedoch nicht zum Interviewtermin, sondern warf sich vor einen fahrenden Zug. Feststellungen Es besteht ein öffentliches Interesse an Informationen über die Schulden eines öffentlich bekannten Theaterproduzenten. Der «Tages-Anzeiger» handelte korrekt, wenn er in der Sache recherchierte und auf einer späteren Veröffentlichung der Rechercheergebnisse beharrte, nicht ohne aber dem Betroffenen ausführlich Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
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