| VCS c. «Weltwoche» (7/93) | Sachverhalt
Die «Weltwoche» berichtete im März 1993, dass der Verkehrsclub der Schweiz (VCS), in einer tiefen Krise stecke. Im Artikel wurde behauptet, die kommerziellen Aktivitäten des VCS hätten nicht nur ein Loch in die Kasse gerissen, sondern der Verband habe sich dadurch auch in zwei sich gegenseitig lähmende Lager gespalten. Eines dieser Lager erhebe den Vorwurf des Missbrauchs von Spendengeldern. Der VCS kritisierte, der Artikel enthalte praktisch keine harten Fakten, sondern vorzugsweise Aussagen von anonymen VCS-Kritikern, welche dazu dienten, die vorgefasste Meinung der Journalistin zu stützen.
Feststellungen
Die Abstützung auf fast ausschliesslich anonyme Quellen berührt die Grenzen der Berufsethik. Schwere Anschuldigungen wie der Vorwurf des Missbrauchs von Spendengeldern dürfen nur dann in die Öffentlichkeit getragen werden, wenn sie für den Leser nachvollziehbar belegt werden.
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