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Recherchen bei Jugendlichen
Der Freiburger Regierungsrat protestierte, Medien würden unangemessen über einen Fall dörflicher Jugendprostitution berichten, bei dem 3 minderjährige Mädchen und 15 junge Männer - meist balkanischer Herkunft - in Untersuchung stünden. Medien in der französischen und deutschen Schweiz hätten Tatverdächtige und Opfer interviewt. Besonders weit ging «L'Hebdo», das ein Mädchen halb thailändischer, halb schweizerischer Herkunft nahezu unverfremdet abbildete und gestehen liess, freiwillig mit 50 Männern geschlafen zu haben. Die Medien argumentierten mit öffentlichem Interesse, etablierter Redaktionspraxis und weitgehender Anonymisierung. Jugendliche unreif für solche Geständnisse? «L'Hebdo»: Die Halbthailänderin sei «erschreckend reif» gewesen
Medien können urteilsfähige Jugendliche - etwa ab Pubertät - durchaus ansprechen. Ob sie hernach mit Namen, Bild und weiteren Angaben publiziert werden dürfen, ist eine andere Frage. Die Berichterstattung um den Freiburger Fall respektierte - mit Ausnahme von «L'Hebdo» - für den Presserat die Minima des Jugend- und Privatschutzes: Anonymisierung und Bildverfremdung.
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