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Die Bruderschaft der Menschheit „Die Neue Franziskanische Welt-Missionsbestrebung der Universalen Kirche“ Zum Wiederaufbau der Kirche Gottes mit ‘Lebendigen Steinen’, im Geiste unseres Bruders Franz von Assisi PRESSESTELLE
An den Presserat des Schweizer Verbandes der Journalistisnnen und Journalisten 1. Kamme, r zHd des Kammerpräsidenten Herrn Roger Blum und die Mitglieder Sylvie Arsever, Sandra Baumeler, Esther Maria Jenny , Enrico Morresi, Edi Salmina und Dr. Martin Künzi (Sekretariat)
Betrifft: Stellungnahme des Presserates Nr. 17/99 vom 1. Oktober 1999, veröffentlicht am 19.11.1999
Walzenhausen, 2. Dezember 1999
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren
Wir bitten Sie, dieses Schreiben als Gegendarstellung zu Ihrer Stellungnahme zu unserer Beschwerde vom 28. April 1999 auf Ihrer Homepage zu veröffentlichen.
Wir zitieren aus Ihren Feststellungen: „Es ist aus berufsethischer Sicht im Lichte von Ziff. 3 der ‚ ‚Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten‘ zulässig, eine stark hierarchisch organisierte religiöse Gruppierung, die von ihren Mitgliedern eine Zugehörigkeit ohne wenn und aber verlangt, als ‚antisemitische Sekte‘ zu bezeichnen, wenn mehrere gerichtliche Verurteilungen namhafter Exponenten wegen Verletzung der Antirasssismusnorm ergangen sind und gegen den im Ausland wohnhaften geistigen Führer der Gruppierung eine Einreisesperre wegen ‚antisemitischer Aeusserungen‘ erlassen worden ist.“
1. Der Presserat führt nicht einmal ansatzweise aus, wie er dazu kommt, die Universale Kirche als „stark hierarchisch organisiert“ zu bezeichnen? Die Universale Kirche wurde vom Presserat nie angefragt, wie sie organisiert ist. Weder wir noch der Leser weiss, wie der Presserat zu dieser Behauptung gekommen ist und was denn „stark hierarchisch“ in diesem Zusammenhang bedeutet. Sowenig damit informiert wird, soviel wird damit suggeriert; nämlich: Der einzelne hat nichts zu sagen; es wird quasi von oben nach unten eine Doktrin durchgegeben, die dann von der Basis übernommen wird. Diese Unterstellung ist natürlich völlig absurd. Als franziskanischer Orden mit einer tiefen Liebe für die Schöpfung Gottes kann die Erde unmöglich via Dekret oder top-down-Befehlen zu einem besseren Platz gemacht werden. Es braucht dazu Individuen, die mit beiden Füssen fest im Leben verankert sind und an ihrem jeweiligen Ort, an dem sie leben und wo sie tätig sind, sich für diesen Planeten einsetzen. Abgesehen davon ist Hierarchie nichts Negatives: Auch in der Natur ist alles hierarchisch organisiert. Die in 74 Ländern der Erde vertretene Universale Kirche hat hingegen eine weniger starke hierarchische Organisation als ein Wirtschaftsunternehmen vergleichbarer Grösse. Im religiösen Bereich ist die Hierarchie der Universalen Kirche weniger ausgeprägt als diejenige der römisch-katholischen Kirche.
2. Vollends bedenklich ist die vage, weder begründete noch ausgeführte Behauptung, die Universale Kirche verlange von ihren Mitgliedern eine „Zugehörigkeit ohne wenn und aber“. Der Presserat sagt zum einen wiederum nichts darüber aus, wie er überhaupt zu einer solchen Aussage kommt, und äussert sich nicht darüber, wie denn das zu verstehen sei. Statt Information wiederum Suggestion: Der Universalen Kirche wird mit dieser Bemerkung unterstellt, es herrsche Kadavergehorsam und die Mitgliedschaft in der Universalen Kirche bringe eine durchgängige Fremdbestimmung des Lebens mit sich. Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt! Eine Mitgliedschaft in der Universalen Kirche macht nur Sinn, wenn die Menschen in vollständiger Freiheit am Plan, eine Bruderschaft der Menschheit zu errichten, mithelfen. Demgemäss ist die individuelle Freiheit zentrales Postulat der Universalen Kirche; sie darf mit Fug und Recht zu den freiheitlichsten Kirchen überhaupt gerechnet werden.
Dies äussert sich u.a. darin, dass - der Eintritt absolut freiwillig, der Austritt jederzeit möglich ist - sich jedes Mitglied – anders als in den Landeskirchen - jährlich neu verpflichten muss. Tut jemand dies nicht, so wird das als sein Entscheid akzeptiert, und er wird in keiner Art und Weise mehr behelligt. - die Universale Kirche keine Kirchensteuern erhebt und sich der obligatorische jährliche Beitrag auf Fr. 20.- beschränkt. - man nicht aus einer anderen Kirche austreten muss, wenn man der Universalen Kirche beitreten möchte, was ziemlich einzigartig sein dürfte - allen Mitgliedern völlig freigestellt ist, ob sie an kirchlichen Veranstaltungen – z.B. Gottesdiensten – teilnehmen möchten oder nicht.
Es ist ein absoluter Hohn und lässt an der Redlichkeit des Presserates vollständig zweifeln, wenn die durch nichts belegte und nicht begründete Behauptung, von den Mitgliedern werde eine „Zugehörigkeit ohne wenn und aber“ verlangt, als (einziges!) Argument aufgeführt wird, um eine Ablehnung der zweiten Beschwerde der Universalen Kirche, welche sich gegen die offenkundig falsche Assoziation mit „vereinnahmender Sekte“ bezieht, zu begründen.
3. Mindestens teilweise falsch ist die Behauptung „namhafte Exponenten“ seien wegen der Verletzung der Antirassismusnorm verurteilt worden. Die in den Erwägungen erwähnten Benjamin und Ursula Seiler sind blosse Mitglieder und keine Exponenten. Gerade im Falle des Ehepaars Seiler zeigt sich übrigens, dass eine Verletzung der Antirassismusnorm nicht a priori mit Antisemitismus gleichgesetzt werden kann: Der Richter betonte ausdrücklich, dass bei den beiden Journalisten keine antisemitische Haltung vorliege! Reimer Peters war ebenfalls nie mit Leitungsfunktionen betraut, Dr. H.U. Hertel nur im Rahmen des Weltfundamentes für Naturwissenschaft. In diesem Kontext von „namhaften Exponenten“ zu sprechen ist schlicht irreführend und die daraus gefolgerte Pauschalisierung ist unstatthaft.
4. Ebenfalls unterschlagen wird in diesem Kontext, dass gegen die u.E. völlig haltlose Einreisesperre des Erzbischofs der Universalen Kirche fristgerecht Beschwerde eingereicht wurde. The Most Reverend Peter W. Leach-Lewis, ChD hat sich noch immer an die Gesetze eines Landes gehalten. Das im Rahmen eines internen Briefes geäusserte Zitat eines polnischen Priesters (erschienen im Time-Magazine), ist in den USA nie und nimmer strafbar, schon gar nicht im Rahmen eines internen Briefes. Abgesehen davon, dass der Instanzenweg noch längst nicht durchschritten ist, musste die Justiz unseres Landes in Sachen freie Meinungsäusserung schon einmal korrigiert werden.
Sämtliche Gerichtsinstanzen bis hin zum Bundesgericht verboten Dr. H.U. Hertel seine wissenschaftlich belegten Daten, welche die krebsfördernde Wirkung von Mikrowellen bewiesen, zu veröffentlichen. Gegner des nur seinem Gewissen, der Natur und den Menschen verpflichteten Forschers war die Elektroapparateindustrie, welche ein Rückgang ihrer finanziellen Profite befürchtete. Diese Interessen wurden von der schweizer Justiz stärker als diejenigen der individuellen Meinungsäusserungsfreiheit gewichtet, was von Strassburg anders gesehen wurde: Herr Dr. Hertel ist es aufgrund dieses Schiedsspruchs erlaubt, seine Resultate zu publizieren und die Schweiz musste ihm Fr. 40'000.- an seine Anwaltskosten bezahlen.
Betrachten wir die in diesen Punkten aufgeführten unbelegten und unbegründeten Behauptungen, Halbwahrheiten und Unterstellungen, so entstehen berechtigte Zweifel an der Seriosität des Presserates. Es könnte sehr wohl der Eindruck entstehen, der Presserat habe um jeden Preis eine Rechtfertigung der Bezeichnung der Universalen Kirche als „antisemitische Sekte“ angestrebt, in völliger Verkennung seiner Aufgabe, das objektiv zu überprüfen, was er nun selbst aus ideologischen Gründen untermauert hat. Er bewegt sich mit seiner Stellungnahme auf dem Niveau der Ignoranz derjenigen Medien, welche Gegenstand der Beschwerde sind. Damit ist der Presserat zum blossen Interessenvertreter derjenigen geworden, deren diffamierende Texte er aus einer objektiven, berufsethischen Perspektive hätte überprüfen müssen. Als ethische Instanz hat der Presserat damit seine moralische Glaubwürdigkeit verspielt.
Der Entscheid des Presserates - insbesondere der Weg, wie er zustande gekommen ist – und die Art und Weise, wie selbst der Presserat seinen Entscheid publizistisch ausgeschlachtet hat, muss als skandalös bezeichnet werden. Wir betrachten es als unseren Auftrag, eine breite Oeffentlichkeit davon in Kenntnis zu setzen.
Mit freundlichen Grüssen
Jacqueline Künzle
Pressestelle der Universalen Kirche
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